Eine wunderschöne Wintertraube

Wir wünschen allen auch digital noch ein Frohes Neues Jahr!

Zum Jahresanfang haben wir noch etwas aus den letzten Tagen des alten Jahres 2016:
Eine wunderschöne Wintertraube.

Wintertraube

Wieso Traube? Das sind doch Bienen?

Richtig. Bienen, die bei niedrigen Temperaturen dicht gedrängt in der sog. Wintertraube sitzen und sich gegenseitig wärmen.

Vorweihnachtlicher Besuch bei unseren Bienen.

Obwohl wir unsere Bienenvölker seit dem Herbst in Ruhe lassen, war kurz vor Weihnachten noch eine ganz schneller Kontrollgang und eine Behandlung notwendig.

Leider gibt es die vor mehreren Jahrzehnten eingeschleppte Varroa-Milbe, die den Bienenvölkern stark zusetzt. Uns Imkern bleibt nichts anderes übrig als die Milbe zu bekämpfen, um die heimische Bienenpopulation zu schützen.

Bei molligen – 3° Celsius sind wir also frühmorgens in der Dämmerung aufgebrochen und haben zuerst unsere Jungvölker im Mainvorland besucht, danach waren unsere „großen“ Bienen am Hof dran.

Als erstes wird der Boden der Bienenbeuten kontrolliert. Über die Wintermonate fallen ab und an tote Bienen auf den Gitterboden, die von den anderen Bienen nach draußen getragen werden müssen. Das kostet viel Kraft und gerade bei Minustemperaturen besteht die Gefahr, dass die aufräumenden Bienen außerhalb der Wintertraube verklammen, dem beugen wir vor indem wir den Damen helfen und den Totenfall vom Gitterboden entfernen.

In einem zweiten Schritt träufeln wir eine 3,5%ige Oxalsäure-Zucker-Lösung auf die in der Wintertraube sitzenden Bienen. Durch das gegenseitige Putzen nehmen die Bienen die Säure-Zucker-Lösung auf und vertreiben damit die Varroa-Milben, die sich in der brutfreien Zeit AUF den Bienen befinden.

Auch wenn die Behandlung mit eine Säure durchaus martialisch klingt:
Die Bienen werden dadurch nicht geschädigt, im Gegensatz zu den Milben.

Leider gibt es viele “sanfte” Alternativideen (z. B. eine “Bienensauna”),
aber keine davon wirkt nachweislich.

Vielleicht ändert sich das in naher Zukunft, bis dahin müssen wir mit dieser Methode vorlieb nehmen.

Ach ja, allen unseren Völkern geht es augenscheinlich gut, bisher sind alle wunderbar durch den Winter gekommen. 🙂

Zum Abschluss noch eine grandiose Zeitraffer-Aufnahme von den ersten 21 Tage einer Honigbiene (Quelle: National Geographic/Anand Varma), bei Minute 0:30 ist übrigens unten in der Mitte sehr gut eine Varroa-Milbe zu sehen:

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Ja, das fanden wir auch. In den sozialen Medien ist das Video schon länger bekannt, aber da viele Facebook & Co. nicht nutzen, ist das vielleicht für einige etwas Neues ☺ Und danke, hoffen wir mal, dass es dieses Jahr besser wird mit der Honigausbeute.

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