Alle Jahre wieder – Sameninventur

Da im Januar traditionell nicht allzu viel los ist, haben wir Zeit für ein wenig Arbeit „drinnen“:

Alle Jahre wieder und vorzugsweise dann, wenn es sich sowieso eher schlecht draußen arbeiten lässt, steht bei uns die alljährliche Samenbestellung an.

Als erstes stellt sich die große Frage, was wir denn im Frühjahr so alles für unseren Hofladen anbauen wollen. Dazu werden unzählige Kataloge gewälzt und unsere Notizen vom letzten Jahr durchgeschaut.

Pflanzenbestellung

Dabei haben wir immer im Hinterkopf:

Was lief gut? Was nicht? Und warum nicht? Und was könnte man mal ausprobieren?

Und wenn der (Gemüse-)Plan mal steht und die Frage nach den Sorten geklärt ist, geht es an die Inventur.

Über die Jahre baut man sich einen gewissen Sicherheitsbedarf an,
der zwar ein schnelles Nachsäen zulässt, aber ab und an auch kontrolliert werden muss.

Auch Samen haben ein Mindeshaltbarkeitsdatum

Ähnlich wie bei verarbeiteten Lebensmitteln haben auch Samen ein Mindesthaltbarkeitsdatum.
Auch wenn man denkt, bei trockener Lagerung kann da ja eigentlich nichts passieren, so ist es leider nicht.

Zum Beispiel bei Feldsalat ist ein überschrittenes MHD kritisch, da der Samen dazu neigt, nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr aufzugehen.

Also heißt das für uns: Alle Samenreste auf den Küchentisch und Tütchen für Tütchen durchschauen.

Aber gut, mit einem Glas Rotwein lässt sich auch diese Arbeit ganz gut bewältigen. 😉

Und irgendwann sieht der bestellte und ausgesäte Samen bei uns dann hoffentlich wieder so aus:

Schönes Wochenende!

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Eine wunderschöne Wintertraube

Wir wünschen allen auch digital noch ein Frohes Neues Jahr!

Zum Jahresanfang haben wir noch etwas aus den letzten Tagen des alten Jahres 2016:
Eine wunderschöne Wintertraube.

Wintertraube

Wieso Traube? Das sind doch Bienen?

Richtig. Bienen, die bei niedrigen Temperaturen dicht gedrängt in der sog. Wintertraube sitzen und sich gegenseitig wärmen.

Vorweihnachtlicher Besuch bei unseren Bienen.

Obwohl wir unsere Bienenvölker seit dem Herbst in Ruhe lassen, war kurz vor Weihnachten noch eine ganz schneller Kontrollgang und eine Behandlung notwendig.

Leider gibt es die vor mehreren Jahrzehnten eingeschleppte Varroa-Milbe, die den Bienenvölkern stark zusetzt. Uns Imkern bleibt nichts anderes übrig als die Milbe zu bekämpfen, um die heimische Bienenpopulation zu schützen.

Bei molligen – 3° Celsius sind wir also frühmorgens in der Dämmerung aufgebrochen und haben zuerst unsere Jungvölker im Mainvorland besucht, danach waren unsere „großen“ Bienen am Hof dran.

Als erstes wird der Boden der Bienenbeuten kontrolliert. Über die Wintermonate fallen ab und an tote Bienen auf den Gitterboden, die von den anderen Bienen nach draußen getragen werden müssen. Das kostet viel Kraft und gerade bei Minustemperaturen besteht die Gefahr, dass die aufräumenden Bienen außerhalb der Wintertraube verklammen, dem beugen wir vor indem wir den Damen helfen und den Totenfall vom Gitterboden entfernen.

In einem zweiten Schritt träufeln wir eine 3,5%ige Oxalsäure-Zucker-Lösung auf die in der Wintertraube sitzenden Bienen. Durch das gegenseitige Putzen nehmen die Bienen die Säure-Zucker-Lösung auf und vertreiben damit die Varroa-Milben, die sich in der brutfreien Zeit AUF den Bienen befinden.

Auch wenn die Behandlung mit eine Säure durchaus martialisch klingt:
Die Bienen werden dadurch nicht geschädigt, im Gegensatz zu den Milben.

Leider gibt es viele „sanfte“ Alternativideen (z. B. eine „Bienensauna“),
aber keine davon wirkt nachweislich.

Vielleicht ändert sich das in naher Zukunft, bis dahin müssen wir mit dieser Methode vorlieb nehmen.

Ach ja, allen unseren Völkern geht es augenscheinlich gut, bisher sind alle wunderbar durch den Winter gekommen. 🙂

Zum Abschluss noch eine grandiose Zeitraffer-Aufnahme von den ersten 21 Tage einer Honigbiene (Quelle: National Geographic/Anand Varma), bei Minute 0:30 ist übrigens unten in der Mitte sehr gut eine Varroa-Milbe zu sehen:

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Hühnerfutter – „Made in Bischem“

Vor genau einem Jahr hatten wir bereits über unseren „Sojabohnen-Anbau-Test“ berichtet. Der Grundgedanke des eigenen Anbaus von Sojabohnen war für uns, das Futter für unsere Hühner in Eigenregie und mit einer entsprechend hohen Qualität produzieren zu können.

Sojabohnen4

Gerade im Hinblick auf die Problematik, dass auf dem Markt eigentlich kein garantiert gentechnikfreies Sojaschrot erhältlich ist, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen und sind glücklich darüber, diesen gegangen zu sein. Auch wenn diese Variante mit Mehrkosten verbunden ist.

Damit sind wir mittlerweile in der Lage, unser Hühnerfutter vollständig aus selbst angebauten Pflanzen herzustellen und haben so die volle Kontrolle über den Inhalt unseres Hühnerfutters.

Neben den Sojabohnen besteht unser Hühnerfutter noch aus Mais, Getreide sowie notwendigen Mineralien und Muschelkalk. Mehr braucht es auch nicht.

Wir wissen was im Futter ist, wir wissen, dass die Zutaten unserem Qualitätsanspruch standhalten und letztlich heißt das auch:

Wir wissen, was in unseren Eiern enthalten ist.

Wer die Beiträge vom letzten Jahr lesen möchte
(inkl. näherer Beschreibung des Anbaus, der Ernte und der notwendigen Verarbeitungsschritte und noch mehr Bildern),
kann HIER (Teil I) und HIER (Teil II) klicken.

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